Institut für Personalführung, Arbeitsrecht und Arbeitswirtschaft e.V.
IPAA

Kollegiale Beratung, ein Instrument für effiziente Lösungen im Betriebsrat

09.03. - 11.03.2020 - 20207E, Hamburg, Dorint Hotel Hamburg Eppendorf

Seminarinhalt

Betriebliche oder zwischenmenschliche Probleme melden sich in der Regel nicht an, sondern stellen uns plötzlich vor Herausforderungen. Dann heißt es, individuelle Lösungen schnell und gezielt zu entwickeln.

Als Betriebsräte profitieren Sie mit Hilfe der kollegialen Beratung von den Erfahrungen und Kompetenzen anderer. Gleichzeitig lassen Sie andere an Ihrem Erfahrungsschatz teilhaben. Mit Hilfe der kollegialen Beratung erfahren Sie Entlastung bei Entscheidungen im beruflichen Arbeitsalltag durch eine klar strukturierte Vorgehensweise und den intensiven und lösungsorientierten Austausch in der Begegnung auf gleicher Ebene/mit Gleichgesinnten. Gemeinsam in der Gruppe bauen Sie Ihr Wissen kontinuierlich aus. Sie arbeiten beim Einsatz dieser Methode in einem vertrauensvollen Umfeld an einer nachhaltigen Verbesserung im beruflichen Arbeitsalltag.

Erfahren Sie anhand beruflicher und arbeitsbezogener Praxisbeispiele, die Sie als Betriebsräte selbst einbringen, wie die Methode kollegiale Beratung Sie einfach, gezielt und effizient unterstützen kann. Lernen Sie in dem Seminar ein Instrument für individuelle Lösungen auf Augenhöhe kennen..

Seminarthemen

Ziele und Nutzen der kollegialen Beratung in der Praxis

Voraussetzungen für eine kollegiale Beratung

Grenzen der kollegialen Beratung

Ablauf und Struktur der kollegialen Beratung

Werkzeuge aus dem Methodenkoffer

Dokumentation und Visualisierung

Durchführung der kollegialen Beratung

Umsetzungsmöglichkeiten im Berufsalltag

Tipps für die Praxis

DozentInnen

· Stephanie Glos, Dipl.-Arbeitswissenschafterin MA, Institut für Verhaltens-, Team und Managementtraining GmbH, Dortmund

Zielgruppen

· Betriebsratsmitglieder
· MitarbeiterInnen der Personalverwaltung
· Vertrauenspersonen der schwerbehinderten Menschen

Seminargebühr

450,00 €

Beschwerdestelle nach AGG und Mitbestimmung des Betriebsrats
BAG, 21.07.2009
1 ABR 42/08

Der Betriebsrat hat mitzubestimmen bei der Einführung und Ausgestaltung des Verfahrens, in dem Arbeitnehmer ihr Beschwerderecht nach dem AGG wahrnehmen können. Gemäß § 13 Abs. 1 Satz 1 AGG haben die Beschäftigten das Recht, sich bei den zuständigen Stellen des Betriebs oder des Unternehmens zu beschweren, wenn sie sich aus einem der im AGG genannten Gründe - zB. wegen ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihres Alters - benachteiligt fühlen. Nach § 12 Abs. 5 AGG muss der Arbeitgeber die hierfür zuständige Stelle im Betrieb bekannt machen. Die Beachtung eines bestimmten Verfahrens, um sich zu beschweren, ist nicht vorgeschrieben. Seine Einführung und Ausgestaltung unterfällt nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG der Mitbestimmung des Betriebsrats. Der Betriebsrat kann zu diesem Zweck selbst initiativ werden und ein Beschwerdeverfahren über die Einigungsstelle durchsetzen. Dagegen hat er kein Mitbestimmungsrecht bei der Frage, wo der Arbeitgeber die Beschwerdestelle errichtet und wie er diese personell besetzt. Hierbei handelt es sich um mitbestimmungsfreie organisatorische Entscheidungen. Errichtet der Arbeitgeber eine überbetriebliche Beschwerdestelle, steht das Mitbestimmungsrecht beim Beschwerdeverfahren nicht dem örtlichen Betriebsrat, sondern dem Gesamtbetriebsrat zu.

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